Social Impact

Strival ist ein Sozialunternehmen, also eine Organisation, die wirtschaftliche Ansätze nutzt um soziale Probleme zu lösen. Im Gegensatz zu einer klassischen Unternehmung steht nicht die finanzielle Rendite im Mittelpunkt, sondern die soziale Wirkung. Maßgeblich forciert werden Bildungsgerechtigkeit sowie der Zugang zu Bildung.

Sozialer Mehrwert durch Bildungsförderung

Bildungsförderung

Gemäß der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen von 1948 ist das Recht auf Bildung ein Menschenrecht.1 Aus finanziellen Gründen kann dieses Menschenrecht in der Realität leider nicht von jedem Menschen gleichermaßen wahrgenommen werden.

Für die nachhaltige Kohäsion einer Gesellschaft ist Bildungsgerechtigkeit jedoch ein essentieller Bestandteil. Auch in Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung, die auf die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales beruht,2 nimmt Bildung als sozialer Faktor eine Schlüsselfunktion ein.3

Der durch Strival generierte gesellschaftliche soziale Mehrwert bzw. Social Impact lässt sich qualitativ sowie quantitativ darstellen.

Social Impact - Berechnung des Qualitativen Social Impact

Qualitativer Social Impact

Theoretisch steht der Hochschulzugang in Deutschland allen Befähigten offen. Praktisch studieren Kinder aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil studiert hat, viermal häufiger als Kinder aus Familien, in denen kein Elternteil studiert hat. Ein Hauptgrund für Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten sich gegen ein Studium zu entscheiden, stellt die Aufnahme eines Studienkredites und das damit verbundene finanzielle Risiko dar. Studien legen dar, dass Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten und aus Haushalten mit einem geringeren Einkommen eine erhöhte Abneigung aufweisen Risiken einzugehen.4

Gemäß einer Marktanalyse zur einkommensbasierten Studienfinanzierung wird das Angebot einer einkommensabhängigen Rückzahlung besonders von Studenten bevorzugt, die eine Risikoaversion aufweisen.5 Mit einer Finanzierungslösung, bei der die Rückzahlung einkommensabhängig erfolgt und folglich kein Verschuldungsrisiko besteht, strebt Stival an, speziell den Hochschulzugang von Kindern aus Nicht-Akademiker-Haushalten und Haushalten mit geringerem Einkommen zu fördern.

Social Impact - Quantitative Berechnung des Social Impact

Quantitativer Social Impact

Neben einer privaten Rendite für den Absolventen generiert eine Investition in Bildung auch eine soziale Rendite für die gesamte Gesellschaft.6 Studien belegen, dass Investitionen in Bildung gesamtheitlich die Kriminalität und die damit verbundenen Staatsausgaben reduzieren, das Demokratieverständnis stärken, die politische Stabilität fördern, das Bewusstsein für eine nachhaltige umweltbewusste und gesunde Lebensführung fördern, die Ausgaben für das Gesundheitswesen senken, die Lebenserwartungen steigern, die Ungleichheit und Armut reduzieren, Steuereinnahmen aufgrund von höheren Einkommen steigern sowie die Forschung und Entwicklung von neuen Technologien fördern.7

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen lassen sich diese Effekte monetarisieren. In Abhängigkeit von der jeweiligen Art der Bildungsmaßnahme lässt sich der soziale Mehrwert einer Investition in Bildung berechnen. Für jeden investierten Euro in ein Hochschulstudium wird beispielsweise ein sozialer Mehrwert in Höhe von annäherungsweise 0,12 € generiert.8

Quellen:
1 Vgl. United Nations High Commissioner for Human Rights (1948): Art. 26. In: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. (www.onhcr.org [abgerufen am 08.02.2017]).
2 Vgl. Spindler, E. A.: Geschichte der Nachhaltigkeit. Vom Werden und Wirken eines beliebten Begriffes. (www.nachhaltigkeit.info [abgerufen am 08.02.2017]).
3 Vgl. Springer Gabler | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH: Soziale Nachhaltigkeit In: Gabler Wirtschaftslexikon. (www.wirtschaftslexikon.gabler.de [abgerufen am 08.02.2017]).
4 Vgl. Hartlaub, V. und Schneider, T. (2012): Educational Choice and Risk Aversion: How Important Is Structural vs. Individual Risk Aversion?. SOEPapers Vol. 433. Berlin: DIW Berlin. (S. 25)
Vgl. Vietor, M. (2010): Studienfinanzierung durch Humankapitalverträge. Eine Marktanalyse. Köln EUL Verlag. (S. 22 ff., 114 f., 120 f.)
5 Vgl. Vietor, M. (2010): Studienfinanzierung durch Humankapitalverträge. Eine Marktanalyse. Köln: EUL Verlag. (S. 118 ff., 132 - 142)
6 Vgl. Becker, G. S. (1994): Human Capital. A Theoretical and Empirical Analysis, with Special Reference to Education.
3. Edition. Chicago und London: The University of Chicago Press. (S. 208 ff.)
Vgl. Lleras, M. P. (2004): Invsting in Human Capital. A Capital Markets Approach to Student Funding. Cambridge: Cambridge University Press. (S. 12 – 20)
Vgl. Brunello, G. Garibaldi, P. und Wasmer, E. (2007): Education and Training in Europe. Oxford und New York: Oxford University Press. (S. 152 f.)
Vgl. McMahon, W. W. (2010): The External Benefits of Education. In Brewer, D J. und McEwan, P. J. (Hrsg.) Economics of Education. New York: Academic Press. (S. 68 ff.)
Vgl. Psacharopoulos, G. (1992): Returns to Education: A Further International Update and Implications.
In Blaug, M. (Hrsg.) The Economic Value of Education: Studies in the Economics of Education. Großbritannien: Edward Elgar Publishing. (S. 104 ff.)

7 Vgl. McMahon, W. W. (2010): The External Benefits of Education. In Brewer, D J. und McEwan, P. J. (Hrsg.) Economics of Education. New York: Academic Press. (S. 70 - 76)
8 Vgl. McMahon, W. W. (2004): The social and external benefits of education.
In Johnes, G. und Johnes, J. (Hrsg.) International Handbook on the Economics of Education. Cheltenham: Edward Elgar Publishing. (S. 211 - 259)